Regenbogen-AGs

Regenbogen-AGs

Wir begleiten die Gründung von regelmäßig stattfindenden Arbeitsgruppen an Schulen, z.B. im Rahmen des Ganztagsangebots. In Regenbogen-AGs können sich interessierte Schüler*innen inhaltlich mit Themen rund um sexuelle Orientierungen und Geschlechtlichkeiten auseinandersetzen. Jugendliche im Coming-out-Prozess finden hier außerdem einen Schutzraum und werden in ihrer Identitätsentwicklung unterstützt. Mit verschiedenen Aktionen kann die AG das Schulklima positiv beeinflussen und Mobbing vorbeugen.

 

Inhaltliche Gestaltungsmöglichkeiten sind beispielsweise:

– Erstellung von Postern und Wandtafeln
– Fotoprojekte
– Schreiben von Beiträge für die Schülerzeitung
– Befragungen in der Öffentlichkeit
– Filmnachmittag
– gemeinsamer Besuch unserer Vereinsräume
– Aktionen zu Gedenktagen

 

Die AGs sind offen für alle, die sich gegen Mobbing und Diskriminierung einsetzen wollen. Motivation für eine Teilnahme kann z.B. auch sein, einen schwulen Vater oder Onkel zu haben, ein Transgeschwisterkind oder eine lesbische beste Freundin. Vorrangig werden die AGs aber von Jugendlichen im Coming-out-Prozess besucht. Das Konzept orientiert sich an den im angloamerikanischen Raum verbreiteten Gay-Straight-Alliances (also Homo-Hetero-Allianzen). Dort gibt es bereits seit Jahren Forschungen zu den Effekten dieser Gruppen. So ist in unterschiedlichen Studien nachgewiesen worden, dass in Schulen mit Gay-Straight-Alliances lesbische, schwule, bisexuelle und trangeschlechtliche Schüler*innen u.a.:

 

– weniger oft homofeindliche Schimpfwörter wahrnehmen
– sich seltener unsicher in der Schule fühlen
– weniger häufig schulabsent sind oder die Schule abbrechen
– weniger Gewalt erfahren
– seltener an Depressionen leiden
– häufiger im Anschluss an die Schule ein Studium beginnen
– seltener Alkohol oder Drogen missbrauchen
– geschützter sind gegen psychische Folgen von Mobbing

 

Selbst bei heterosexuellen Jugendlichen lässt sich das Suizidrisiko durch diese AGs laut einer Studie der University of British Columbia deutlich reduzieren – denn auch sie können von homophobem Mobbing betroffen sein und unter den Anforderungen der herrschenden Geschlechternormen leiden.

 

Gern unterstützen wir Sie bei der Gründung einer Regenbogen-AG und sind auch im weiteren Bestehen der Gruppe für Sie ansprechbar.

 

Kontakt Stefanie Krüger, Dipl.-Päd. RosaLinde Leipzig e.V.
Demmeringstr. 32
04177 Leipzig
0341 87 90 173 bildung@rosalinde-leipzig.de